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26. Sonntag im Jahreskreis 29.09.2019 Lesejahr C

„Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte.“ Lk. 16,26

„Der liebe Gott vereinigt in sich alle Vollkommenheiten: Er ist gut, unendlich gut, groß, unermesslich groß, ewig; er ist tätig und doch immer in Ruhe, unveränderlich und ändert doch alles; unbeweglich und verleiht allem Bewegung; unbegreiflich und alles begreifend. Gibt es Vollkommeneres?“°  Pfr. von Ars

Erschreckend radikal ist die Erzählung von dem reichen Mann und dem armen Lazarus, die im Himmel  zwar einander wahrnehmen können, jedoch nicht den trennenden Abgrund überwinden können.

Der Pfarrer von Ars  hatte ein so erhabenes Gottesbild, dass er um Worte ringen musste und doch wusste, dass alle seine Worte dem Wesen Gottes nicht entsprechen können.  So bleibt nur der Versuch einer Annäherung an Gott in der Anbetung, Hingabe, Sehnsucht…

Sehnsucht hatte auch der arme Lazar

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25. Sonntag im Jahreskreis 22.09.2019 Lesejahr C

„Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte, und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.“ Lk 16, 8

„Wie gehen der Ewigkeit  zu wie der Wind… Alles geht rasch, alles ist in rasender Eile.“ Pfr. von Ars°

Zu Kindern des Lichtes hat uns der Herr gemacht. Welch eine Auszeichnung, welch eine Freude! So sehen wir uns selber eigentlich nicht. Das Licht des Herrn verdunkeln wir allzu oft.  

Der Herr hat Erbarmen mit unserer Schwachheit und will uns durch sein Wort zu neuem Lichtglanz helfen.

Er lobt den ungerechten Verwalter, der auf das Ende schaut, das er nicht in Armut und Elend verbringen möchte. Der Herr lobt nicht die ungerechten Methoden, wohl aber die Weitsicht in die Zukunft.

Zukunft – dieses Wort hat bei allen Entscheidungen eine große Bedeutung.

Zukunft leitet sich vom Verb  „kommen“ ab und hatte im Mittelhochdeutschen noch eine religiöse B

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24. Sonntag im Jahreskreis 15.09.2019 Lesejahr C

„Man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden worden.“ Lk 15,52

„Es bedarf eines großen Wunders, um eine Seele in diesem Zustand aufzuerwecken. O ja, ein größeres Wunder, als unser Herr es wirkte, als er Lazarus auferweckte.“  Pfr. von Ars °

In diesem Evangelium leuchtet uns die Freude Gottes auf über einen Menschen, der zu ihm zurückfindet.

Die Freude Gottes ist viel zu selten in unserem Blick. Wir nehmen Gott meist wahr in Seinen Anforderungen an uns, in Seinen Geboten und übersehen dabei, dass Er als gütiger Vater uns jede notwendige Hilfe schenkt, um uns an Seiner Freude teilnehmen zu lassen.

Diese Freude erfüllt besonders intensiv einen  Menschen, der sich dem Herrn wieder zuwendet.

Und doch gibt es bei der Umkehr oft scheinbar unüberwindliche Hindernisse, wie auch der Pfarrer von Ars schmerzlich erkennen musste. Sie stellt nach seiner Erfahrun

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23. Sonntag im Jahreskreis 8.09.2019 Lesejahr C

„Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.“ Lk 14,26

„Die allerseligste Jungfrau hat uns zweimal das Leben geschenkt: bei der Menschwerdung Jesu und am Fuß des Kreuzes. Sie ist daher in zweifacher Weise unsere Mutter.“°

Wir haben dieses Evangelium schon so oft gehört, dass uns sehr gut gelingt, die unüberbietbare Provokation zu überhören und die Intensität dieser Worte wieder auf ein für uns Menschen erträgliches Maß zu reduzieren.

Aber lassen wir es doch einmal zu und stellen uns vor, dass wir zum ersten Mal in dieser Menschenmenge, die Jesus begleitet, dieses Wort vernehmen. Unsere erste Reaktion wäre wohl Entsetzen, Kopfschütteln, Fluchtgedanken.

Wenn ein Mensch so sprechen würde, dann wären diese Reaktionen mehr als begründet. In diesem totalen absoluten Anspruch offenbart uns Jesus zutiefst seine Gottheit, denn nur Go

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22.Sonntag im Jahreskreis 1.09.2019 Lesejahr C

„Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz sein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: mein Freund rück weiterhin hinauf!“

Lk 14,10

„Wie schön ist diese Verbundenheit Gottes mit seinem kleinen Geschöpf!“°

Unser Herr will sicherlich nicht den Gästen beim Gastmahl des Pharisäers Verhaltensregeln beibringen. Es geht ihm vielmehr immer um das Reich Gottes und die Formung der Menschen, um  in dieses Reich einzutreten.

Seit Adam und Eva sich mit Gott verglichen haben und der Überzeugung waren, etwas Wesentliches nicht erhalten zu haben, ist der Vergleich mit dem Andern und das Streben nach einem höheren Platz im Menschen tief verwurzelt. Dies ist geradezu die Natur des gefallenen Adams.

Jesus Christus ist gekommen, um uns in das göttliche Leben zurückzuholen und dieser Weg war für den Gottessohn und ist für jeden Menschen mühsam und schwer. Er verläuft nämlich umgekehrt, als wir uns das wünschen.

Jesus Chri

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21. Sonntag im Jahreskreis 25.08.2019 Lesejahr C

„Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.“

Lk 13,24

„Einst besuchte ihn ein Mann, dem das heitere Gesicht und die kräftige Gesundheit unseres Heiligen in merkwürdigem Gegensatz mit seinen bleichen Zügen und hagern Körper zu stehen schien. Man sprach über das ewige Leben. „Um in den Himmel zu kommen,“  scherzt unser Gast, „rechne ich etwas auf Sie. Sie werden gewiss Ihre Freunde nicht vergessen, und Ihnen ein gutes Teil von den Verdiensten Ihrer Fasten und anderen Bußübungen zuwenden. Ich denke, wenn Sie zum Himmel fahren, klammere ich mich an Ihren Rock.“ – „Das möchte ich mir aber freundlichst verbeten haben,“ erwiderte der heilige Greis. „Der Himmel hat ein sehr enges Pförtchen, und ich fürchte, – dabei blickte er mit schelmischem Lächeln auf die breiten Schultern seines Gastes, – dann würden wir beide davor b

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20. Sonntag im Jahreskreis 18.08.2019 Lesejahr C

„Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Spaltung.  Lk 12, 51

„Mein Herr, es wäre zu wünschen, dass Ihre Seele genauso schön wäre wie Ihr Hund.“ Im folgenden Jahr trat der Mann bei den Trappisten ein: dies hatte am gleichen Tag begonnen, an dem der Pfarrer von Ars das Wort an ihn gerichtet hatte und der Jäger der Weiher der Dombes Hund und Gewehr zurückließ und sich in den Beichtstuhl gestürzt hatte….

So ist die Härte von M. Vianney: sie  ist vom Gebet nicht zu trennen, sie ist Gebet.

Die Rohheit des Pfarrers von Ars hat keinen anderen Namen als Liebe. Eine Liebe offensichtlich durchdrungen von einer unendlichen Zärtlichkeit.°

Bei der Geburt Jesu Christi haben die Engel Frieden den Menschen auf Erden verkündet und nun spricht der Herr von Spaltung, Spaltung durch die engsten Beziehungen hindurch, gerade auch in der Familie.

Der Pfarrer von Ars hatte unter vielen Anfeindungen und Spaltunge

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19. Sonntag im Jahreskreis 11.08.2019 Lesejahr C

„Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten…Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt!... Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach – selig sind sie.“ Lk 12,36ff

„Er äußerte nicht einmal den Wunsch, die Eisenbahn zu sehen, die einige Kilometer vor Ars vorüberfuhr und ihm jeden Tag eine solche Menge Pilger zuführte.“°

Was ist Wachsamkeit, zu der uns der Herr im heutigen Evangelium so eindringlich einlädt?

300 bis 400 Pilger kamen täglich 1845 nach Ars. Ein besonderer Schalter war in  der Bahnstation Lyon eingerichtet worden, um Fahrkarten mit 8-tägiger Gültigkeit auszugeben, also für den Zeitraum  einer üblichen Wartezeit zur Beichte. Im Todesjahr des Pfarrers von Ars kamen Zehntausende.°²

Niemals in seinem Leben hat der Pfarrer von Ars eine Eisenbahn gesehen und es hat ihn auch nicht interessiert. Das hätte seinen Blick von  seiner wesentlichen Aufgabe abgehalten und wäre für ihn Zeitvers

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18. Sonntag im Jahreskreis 4.08.2019 Lesejahr C

„Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen! Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt?“ Lk 12,13f

„Kümmern wir uns nicht um die irdischen Güter, und der liebe Gott wird uns segnen.“
Pfr. von Ars°

Barsch weist der Herr den Mann zurück, der von ihm verlangt, seinen Bruder aufzufordern, mit ihm das Erbe zu teilen. Marta hat der Herr im Evangelium vor zwei Wochen  in einer sanfteren Weise abgewiesen, aber genauso entschieden und deutlich. Er, der von sich sagt, er sei demütig und sanftmütig von Herzen, zeigt hier scheinbar keine Sanftmut.

Dem Herrn geht es aber immer um Tieferes als um Erfüllung  irdischer Wünsche. Wir kleben mit all unserem Begehren immer wieder im rein Weltlichen, selbst wenn wir nach dem Himmel streben möchten. Unsere innere Zerrissenheit  kennt der Herr und gebraucht daher auch kräftigere Worte, um uns die Folgen des Kreisens um irdische Sorgen aufzuzeigen, nämlich

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17. Sonntag im Jahreskreis 28.07.2017 Lesejahr C

„Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat!“ Lk 11,1

„Auch die Gabe des Gebets war dem Pfarrer von Ars in sehr hohem Grade verliehen. Seine Seele hing inniger mit Gott, als mit seinem Körper zusammen. Wenn er sich so sehr nach der Einsamkeit sehnte, so war es nur, um sein Herz und sein Alles diesem innern Verkehre mit Gott zu widmen, der den Himmel schon hier auf Erden beginnt.“ °

Unter den vielen vorgetragenen Fürbitten während der heiligen Messe gibt es eigentlich nicht die Bitte der Jünger: Herr lehre uns beten.

Die Jünger haben sicherlich ein regelmäßiges Gebetsleben gepflegt und doch diese Bitte an den Herrn herangetragen, gerade nachdem Jesus sein Gebet beendet hatte. Sie waren wohl von der Tiefe und Innigkeit seines Gebetes tief berührt.

Auch die Menschen, die den Pfarrer von Ars beten sahen,  ahnten, dass sich

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16. Sonntag im Jahreskreis 21.07.2019 Lesejahr C

„Marta… kam zu ihm und sagte: Herr kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!“ Lk 10,40

Einst hatte sich ein Dieb in das Pfarrhaus geschlichen. Aus einer Schublade hatte er sich bereits einige freilich ganz gewöhnliche Löffel und Gabeln zugeeignet, und war  dann in die Vorratskammer eingedrungen, wo er eben die Hand nach den Broden ausstreckte, die der Providence gehörten, als ihn der Pfarrer überraschte. „Was machst du da, mein Freund?“ fragte er. – „Herr Pfarrer“, war die Antwort, „ ich hatte so großen Hunger.“ Der Pfarrer von Ars, der in den Händen des Fremden ganz unzweideutig sein „S i l b e r z e u g“, wie er es nannte, erkannte, gab ihm ein reiches Almosen und sagte: „Nun, mein Freund, nur rasch fort, rasch fort, damit man dich nicht arretiert!“ Pfr. von Ars °

Es ist unwahrscheinlich, dass Jesus, der seine ganze Jugend über mit Josef als Zimmermann gearbeitet hatte, die körp

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15.Sonntag im Jahreskreis 14.07.2019 Lesejahr C

„In jener Zeit stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?“ Lk 10,25

„Eines Tages sagte er zu uns: „Ich weiß nicht, ob es wirklich eine Stimme war, was ich gehört, oder ob‘s nur ein Traum gewesen ist. Aber, was es auch mag gewesen sein, es hat mich etwas geweckt, und diese Stimme hat mir gesagt, E i n e Seele der Sünde entreißen, sei Gott angenehmer, als alle Opfer. Ich war so recht mit meinen Bußvorsätzen beschäftigt.“  Wir haben gedacht, er habe sich wieder eine besonders strenge Bußübung auferlegen wollen, und Gott habe ihn durch jene außergewöhn-liche Stimme davon abbringen wollen.“  Pfr. von Ars°

„Du sollst den Herrn, deinen Gott nicht auf die Probe stellen“ (Mt 4,7). Mit diesem Satz aus Dtn 6,16 siegt der Herr über die Versuchung Satans, sich vom Tempel hinabzustürzen im Vertrauen darauf; dass die Engel Ihn auf ihren Händen tragen würden. Die Worte Sa

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14. Sonntag im Jahreskreis 7.07.2019 Lesejahr C

„Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!

Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“ Lk 10,2f

„Voll Sorgen, von tausend  Ängsten gequält, ging ich dahin, Tränen vergießend im Gedanken an die Verantwortung, die von nun an auf mir lasten würde.“  Pfr. von Ars°

Der Herr verspricht keineswegs denen ein ruhiges Leben, die er als Arbeiter in seinen Weinberg schickt. Nein, sie werden gesandt  wie Schafe mitten unter die Wölfe. Drastischer kann man es wohl nicht ausdrücken.

Zunächst sind da die Widerstände von Seiten der Menschen, die zu Frustration und Entmutigung führen können.

Viel intensiver ist jedoch noch der Kampf gegen die Kräfte von unten, die das priesterliche Wirken und den Priester selbst auslöschen wollen.  Aber nicht nur der Priester ist betroffen, sondern auch alle, die den Priester durch Gebet, Opfer, Arbeit unterstützen und sich auf vielfältige Weise für das Reich Gottes einse

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13. Sonntag im Jahreskreis 30.06.2019 Lesejahr C

„Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ Lk9,57f

„Wir müssen sorgsam mit jenen Gütern umgehen, die die göttliche Vorsehung uns schenken wollte, doch nicht unser Herz dran hängen aus Furcht, darüber den lieben Gott zu vergessen.“ Pfr. von Ars °

Die radikalen Worte Christi über die Voraussetzungen zu Seiner Nachfolge sind erschütternd und machen uns ratlos.

Es hilft auch nicht weiter, wenn wir diese Worte abschwächen in der Überzeugung, dass sie nur für einige gelten, nicht aber für mich persönlich.

Der Pfarrer von Ars hat die Armut in extremer Form gelebt und blieb doch in einem inneren und äußeren Gleichgewicht. Nicht die absolute Besitzlosigkeit und Bedürfnislosigkeit  ist das Ziel, sondern die Freiheit, Gott an die erste Stelle zu setzen und dies jeden Tag neu.  

Diese Armut hat für j

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12. Sonntag im Jahreskreis 23.06.2019 Lesejahr C

„In jener Zeit betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm.“ Lk 9,18

„Jesus Christus ist ganz für uns da.“ Pfr. von Ars°

Der Herr ist allein im Gebet mit seinem Vater mitten unter seinen Jüngern,die offensichtlich nicht mitbeten. Indem der Herr im Gebet mit dem Vater vereint ist, ist Er ganz für uns da.

Wie oft sind wir beschäftigt, haben Sehnsucht nach der Stille im Gebet, nach der Einigung mit Gott und müssen doch so viele Aufgaben erledigen. Und wenn wir dann endlich zur Ruhe kommen können und zu beten anfangen, ist in unserem Herzen alles andere als Stille und Schweigen. Tiefe Enttäuschung über uns selbst erfüllt uns dann und innere Leere oder Zerstreuungen machen uns zu schaffen.

Wie tröstlich sind die Worte des heutigen Evangeliums und des heiligen Pfarrers von Ars.

Der Herr allein ist die ständige Verbindung zum Vater. Er betet, während wir arbeiten oder sonst etwas tun. Er ist immer bei uns, ja in uns. In Seinem Gebet

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Dreifaltigkeitssonntag16.06.2019 Lesejahr C

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten.“ Joh 16,12f

„Man muss den ganzen Tag lang die Erleuchtungen des Heiligen Geistes erbeten. Oh! Dass wird doch danach verlangten, um unsere Armseligkeit zu erkennen!“°

Pfr. von Ars

Vom Heiligen Geist erfüllt sein, Anteil haben an der Weisheit Gottes, um damit so vieles zu verstehen, was wir ohne die Gabe des Heiligen Geistes nicht verstehen, ist ein tiefer Wunsch in unserem Herzen.

Der Pfarrer von Ars zeigt uns, was das Wichtigste ist, um was wir den Heiligen Geist bitten sollen: um die Erkenntnis unserer Armseligkeit. Dies scheint absolut  nicht unserem eigenen Verlangen zu entsprechen.

Im Evangelium des Dreifaltigkeitssonntags finden wir den Schlüssel zu der Vorrangstellung  dieser Bitte. Jesus sagt: „Alles, was der Vater hat, is

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Pfingsten 9.06.2019 Lesejahr C

„…Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. “ Joh 20, 19f

„Aber dieses Zusammentreffen des eigenen Nichts und der absoluten Liebe ist nicht Friede: es lässt die unheilbare Ungleichheit zwischen dem Geschöpf und dem Schöpfer bestehen. Je mehr sich das Geschöpf seinem Gott nähert, umso mehr bemerkt es seine eigene Leere. Die absolute Gegenwart Gottes ist auch Bewusstsein unserer unheilbaren Abwesenheit: der Schlüssel für die Verzweiflung und die Fluchten des Pfarrers von Ars liegt in der Größe seiner Seele.“°

Auf dem Kreuzweg und unter dem Kreuz haben die Jünger den Herrn alleine gelassen mit Ausnahme von Johannes. Die furchtbaren Verletzungen des Herrn haben ihre Seele so verletzt, dass sie nur noch fliehen konnten.

Der mühsame Weg zum Glauben an die Auferstehung des Herrn geht über die Betrachtung der nunmehr

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7. Sonntag der Osterzeit 2.06.2019 Lesejahr C

„In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete: Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.“ Joh 17,20

„Wenn wir durch die Straßen gehen, richten wir unseren Blick auf unseren Herrn, der vor uns sein Kreuz trägt, auf die heilige Jungfrau, die uns anschaut, auf unseren guten Engel, der an unserer Seite ist. Wie ist das schön, dieses innerliche Leben! Es gibt uns die Einheit mit dem guten Gott!“ Pfarrer von Ars. °

Wenn Jesus seine Augen zum Himmel erhebt, ist dies das äußere Zeichen seiner inneren Einheit mit dem Vater. Das Gebet, das dann folgt, stimmt völlig mit dem Wirken und  Willen seines Vaters überein. Der Herzenswunsch Jesu um die Einheit  der Seinen mit Ihm und mit dem Vater entspringt der innersten Sehnsucht des Vaters.  Und doch weiß der Herr von Anfang an, dass diese Einheit immer wieder angefochten und zerstört werden wird. Drei Jahre lang hatte Er diese Er

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6. Sonntag der Osterzeit 26.05.2019 Lesejahr C

„Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen.“ Joh 14,23

„Sein Wort (d. h.  des Pfr. von Ars) hatte eine solche Wirksamkeit, weil er mit seinem ganzen Wesen predigte: es war eine heilige Seele ganz von Glauben und Liebe entzündet, welche ihre Strahlen auf die Seelen der Zuhörer ergoss, die mit ihr unmittelbar in Berührung traten… Er sprach ohne weitere Vorbereitung, als in seinem beständigen Anschluss an die göttliche Liebe.“ °

Am 6. Sonntag der Osterzeit, dem Sonntag vor den Bitttagen vor Christi Himmelfahrt, legt uns die Kirche besondere Trostworte des Herrn für die Zeit nach seiner Rückkehr zum Vater vor.  Der Herr verspricht Seine ständige Gegenwart, nicht leiblich sichtbar in dieser Welt, aber umso wirksamer in uns, in unserem Herzen. Er will mit dem Vater in uns Wohnung nehmen, aber unter der Voraussetzung, dass wir Ihn lieben und Sein Wort halten.

Der

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5. Sonntag der Osterzeit 19.05.2019 Lesejahr C

„Als Judas vom Mahl hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht.“ Joh 13,31

 „Meine Kinder, wenn man sehr weise, ja sogar heilig sein will auf dieser Erde, muss man alles in Empfang nehmen direkt aus der Hand Gottes. Jene täuschen sich, die in den anderen Christen, ihren Brüdern, Feinde und Bösewichte sehen. Jesus Christus hat dies am Tag seines Leidens nicht so getan.“ Pfr. von Ars°

Jesus wird von Judas verraten und nennt dies Verherrlichung des Menschensohns. Dies ist für unseren Geist, für unser Herz, für unser ganzes Empfinden völlig unverständlich. Verrat ist Verherrlichung? Und doch sagt der Herr das so und nicht, dass nach dem Verrat später beim Vater die Verherrlichung folgt, sondern jetzt im Verrat selbst ist die Verherrlichung.          
Der Verrat durch einen Freund ist unsagbar schmerzlich. Die Entäußerung des Herrn endet nicht bei der Menschwerdung und bei der Geburt im Stall zu

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4. Sonntag der Osterzeit 12.05.2019 Lesejahr C

“ Meine Schafe hören auf meine Stimme;… Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen.“

Joh 27f

„Oh, wenn man denkt, dass unser großer Gott sich gewürdigt hat, dies ( die Hirtensorge) uns Elenden anzuvertrauen!…“ Pfr. von Ars°

Von Kindheit an hat uns das Vertrauen auf den Guten Hirten Halt und Geborgenheit geschenkt. Der Herr nimmt nichts von seinen Zusagen zurück, aber Er schenkt uns Seine Hirtenliebe  im Wesentlichen durch den Priester. Durch die Sakramente werden wir Teil des mystischen Leibes Christi, der Kirche, und auf unserem Lebensweg immer wieder neu gestärkt.

Die Entäußerung Christi in Seiner Menschwerdung, in Seinem Leiden und in Seinem Tod geht nach der Auferstehung und Himmelfahrt noch weiter. Der Herr überantwortet Seine Kirche schwachen Menschen. Und für diese Schwachheit sind die Apostel Beispiel genug.  Sie verlassen den Herrn in dem Augenblick, in dem Er sie sich a

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3. Sonntag der Osterzeit 5.05.2019 Lesejahr C

„Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war…

Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr!“ Joh 21, 4; 7

„Damals richtete unser Herr die Lahmen auf, heilte die Kranken, erweckte die Toten. Es gab Menschen, die dabei waren, die mit ihren Augen diese Wunder sahen und die daran nicht glaubten. Die Menschen sind immer und überall die gleichen. Wenn Gott mächtig ist, so hat auch der Teufel seine Gewalt; er bedient sich ihrer, um die arme Welt blind zu machen.“ Pfr. von Ars°

Ohne den Herrn ist es Nacht, gibt es nur Erfolglosigkeit und Trostlosigkeit für die Jünger. Wenn der Herr kommt, hört die Nacht auf und es wird Morgen. Das Licht erscheint. Doch wie schwer ist es, in diesem aufbrechenden Licht, das der Herr selber ist, Jesus  zu erkennen. Dazu ist nur die Liebe des Jüngers, den Jesus liebte, fähig.

Wünschen wir uns doch nicht auch manchmal, etwas von der Kraft und Herrlichk

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2. Sonntag der Osterzeit, Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit, Weißer Sonntag 28.04.2019 Lesejahr C

„Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.“ Joh 20, 22f

„Ich kann nicht gescheit reden… Aber wenn Sie einen Trost brauchen, kommen Sie da herein… (in den Beichtstuhl).“ Pfr. von Ars°

Durch seine Auferstehung schafft der Herr die Welt neu, jedoch nicht durch eine spektakuläre Bekehrung des jüdischen Volkes, das auf den Messias gewartet hat, sondern in einem Ringen um jeden einzelnen, unabhängig ob Mann oder Frau, Jude oder Heide. Nach der Auferstehung wendet sich der Herr dem Einzelnen zu, nicht mehr den Massen wie zu seiner irdischen Zeit des Wirkens.

Er überantwortet diesen Dienst seinen Jüngern mit der einfachen Geste des Anhauchens. Als Gott den Menschen, Staub vom Erdboden, formte, blies er in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu ein

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Ostersonntag 21.04.2019 Lesejahr C

„Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest… Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“ Joh 20,17

„Ihr betet in Eile, … Aber die Heiligen machten es nicht so. Daher hafteten sie auch nicht mehr an der Erde.“ Pfr. von Ars°

Sooft haben wir schon Ostern gefeiert und sind immer noch am Anfang, um dieses größte Ereignis der Menschheitsgeschichte zu verstehen. Der durch die Erbsünde gefallene Mensch ist zutiefst irdisch gesinnt und sucht Erfüllung und Glück zunächst in dieser Welt. Wenn wir ein Leid erfahren,  erkennen wir in unserer Abwehr die ganze Erdverhaftung. Wir ahnen, dass wir für das Glück und für das Leben bestimmt sind und erfahren dies oftmals im Alltag nicht. Und schon tauchen Zweifel an der Güte und Barmherzigkeit des Vaters auf.

Wieviel Erfüllung hatte Maria Magdalena in der Begegnung mit dem Herrn erfahren und suchte daher diese Begegnung wieder und wieder. Wir können uns in Maria Magdalena wiederfinden

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Palmsonntag 14.04.2019 Lesejahr C

„Betet, dass ihr nicht in Versuchung geratet!… Wie könnt ihr schlafen? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet!“  Lk 22, 40 46

„Wir haben gesehen, wie groß unsere Seele ist, wie Gott sie liebt, wie er gelitten hat, um sie zu retten… Wachen wir doch über uns, aus Angst überrumpelt zu werden; beten wir, um unsere Versuchungen zu erkennen und die Kraft zu haben, ihnen zu widerstehen.“  ° Pfr. von Ars

„Und führe uns nicht in Versuchung“, beten wir in jedem Vaterunser und wissen eigentlich oft gar nicht, was unsere Versuchungen sind. Psychologisch ist vieles zu erklären, angefangen vom Stammbaum, den Lebenssituationen und den eigenen Wesenszügen, die  oftmals  Sünde und Versagen verstehen lassen und zu entschuldigen scheinen.

Diese Erklärungen sind jedoch alle  rein weltimmanent und können uns nicht in eine transzendente Sicht führen.

Wenn wir alles erklären können, so scheint es auch nicht notwendig, eine geistliche Auseinanderse

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5. Fastensonntag (Passionssonntag) 7.04.2019 Lesejahr C

„Das sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ Joh 8, 11

„Fragt ihn, warum er auf diesen öffentlichen Platz gegangen ist. „Ah! Er wird euch sagen, weil ich auf diese Ehebrecherin warte, die man herbeiführen wird, um sie steinigen zu lassen; und ich, ich werde sie gegen ihre Feinde verteidigen, sie berühren und sie bekehren.“ Seht ihr diesen zärtlichen Erlöser in der Nähe dieser Frau, wie er sich verhält, wie er sie verteidigt? Als er sie umgeben von diesem  Mob sieht, der nur auf das Zeichen wartet, um  sie totzuschlagen,  scheint der Erlöser ihnen zu sagen: „Einen Augenblick, lasst mich machen, dann könnt ihr eurerseits handeln. “ Er bückt sich zur Erde, er schreibt, nicht das Urteil des Todes, sondern der Vergebung. Er steht wieder auf und schaut sie an. Scheint er ihnen nicht zu sagen: „Jetzt da dieser Frau vergeben wurde, ist sie keine Sünderin mehr, sondern eine heilige Büßerin: wer

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4. Fastensonntag 31.03.2019 Lesejahr C

„Doch er erwiderte seinem Vater: siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot übertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.“ Lk 15,29f

„Mein ganzes Leben hindurch bin ich übel behandelt worden, aber es hat mir gut getan.“ Pfr. von Ars°

Das Gleichnis vom frustrierten Sohn könnten wir diese Erzählung nennen, nachdem  es zunächst als Gleichnis vom  verlorenen Sohn und dann als Gleichnis vom barmherzigen Vater bezeichnet wurde. Es bricht aus diesem völlig frustrierten Sohn einfach der ganze Ärger vieler Jahre heraus, als er das Festmahl für seinen jüngeren Bruder, der nur als Taugenichts in der Ferne gelebt hat, sieht.

In diesem älteren Sohn können wir in so vielen Situationen auch uns und viele unserer Mitmenschen wiedererke

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3. Fastensonntag 24.03.2019 Lesejahr C

„Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle genauso umkommen, wenn ihr nicht umgekehrt.“ Lk 13,3

„Die Gebote Gottes sind Unterweisungen, die Gott uns gibt, damit wir zum Himmel finden, so wie man ja auch am Anfang einer Straße oder eines Weges einen Wegweiser anbringt.“  Pfr. von Ars°

Diese Worte des Herrn,  dass  wir ohne Umkehr umkommen werden, möchten wir am liebsten nicht hören. Und doch sagt der Herr sie sogar zweimal, weil sie so bedeutsam sind. Wir können also nicht einfach darüber hinweggehen  und nur die Worte des Herrn annehmen, die uns ganz eindeutig  seine Liebe offenbaren.

Wenn wir den ganzen Text des Evangeliums am 3. Fastensonntag hören, so können wir tief erschüttert sehen, dass auch diese Worte Ausdruck  seiner unendlichen Liebe und Sorge um uns sind.

Der Winzer, der für den Feigenbaum ohne Früchte eintritt und den Besitzer  um  Geduld bittet, um den Baum noch ein weiteres Jahr zu pflegen, damit  er doch noch Früchte bri

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2. Fastensonntag 17.03.2019 Lesejahr C

„Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Während die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein.“ Lk 9, 35f

„So wie die Jünger auf Tabor nichts mehr sahen als Jesus allein, so sehen auch die innerlichen Seelen auf dem Tabor ihres Herzens nichts mehr als unseren Herrn. Die Seele und Jesus sind zwei Freunde, von denen der eine Freund niemals mehr vom anderen lässt.“ Pfr. von Ars°

Wie gerne würden wir doch den Herrn einmal in seiner Verklärung sehen und doch würde dieses Erlebnis nicht ausreichen, um dem Herrn treu zu bleiben.

Petrus, Johannes und Jakobus zeigen uns dies deutlich.

Johannes, der mit dem Herrn am innigsten verbunden war, kam am schnellsten zurück unter das Kreuz, während Petrus erst einen längeren Weg der Reue gehen musste. Der Blick Jesu hat Petrus unmittelbar nach seinem Verrat so berührt, dass er hinausging und bitterlich weinte (Lk 22,62).

Der Pfarrer von Ars lenkt unseren Blick auf Jesus allein,  und zwar

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1.Fastensonntag 10.03.2019 Lesejahr C

„In jener Zeit kehrte Jesus, erfüllt vom Heiligen Geist, vom Jordan zurück. Er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt, vierzig Tage lang und wurde vom Teufel versucht.“ Lk 4,1f

„Warum waren die Heiligen so losgelöst von der Erde? Weil sie sich vom Heiligen Geist führen ließen.“ Pfr. von Ars°

Feiern wir nicht lieber Ostern, als durch die Fastenzeit zu gehen? Fasten, Verzichten, Umkehren sind einfach schwierig, auch wenn wir schon eine ganze Zeit lang unseren Lebensweg mit dem Herrn gehen. Der gefallene Mensch in uns wehrt sich doch immer wieder gegen diesen Weg des Heils.

Aber liegt es nicht daran, dass wir auf unsere eigene Kraft bauen und dabei doch unsere eigene Schwäche sehen, die uns oft niederdrückt und mutlos macht?

Jesus zeigt uns, wie diese Schwierigkeit zu überwinden ist, nämlich nur in der Kraft des Heiligen Geistes.

Er lässt sich vierzig Tage Zeit für seinen Weg durch die Wüste. Vierzig Jahre sind auch die Kinder Israels dur

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8. Sonntag im Jahreskreis 3.03.2019 Lesejahr C

„In jener Zeit sprach Jesus in Gleichnissen zu seinen Jüngern: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?“ Lk 6,39

„Mein Gott, wie blind ist der Mensch, wenn es sich zu etwas fähig glaubt.“

Pfr. von Ars°

Geht es uns nicht immer wieder einmal so, dass wir meinen zu wissen, was zu tun wäre, wenn wir irgendeine schwierige Situation sehen oder davon hören? Wenn wir dies auch noch dem Betroffenen gegenüber ausdrücken, kann es leicht sein, dass wir den anderen verletzen, ohne es zu wollen und – was noch schlimmer ist - ohne es zu merken. Wir kennen die Lebenserfahrungen des anderen nicht und auch nicht die Pläne, die der Herr für ihn hat, der ihn auch auf seinen Umwegen mit großer Geduld  begleitet.  Und an Geduld fehlt es uns so oft, mit uns selbst und mit anderen.

Der Pfarrer von Ars, der die Herzensschau hatte und oftmals in die Zukunft blicken konnte, war sich seiner Blindheit bewusst. Von sich aus sah

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7. Sonntag Im Jahreskreis 24.02.2019 Lesejahr C

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euch die ihr zuhört, sage ich euch: liebt eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen…. und ihr werdet Söhne des Höchsten sein;“ Lk 6,27.35

„Es ist ganz ausgeschlossen, Gott zu lieben und ihm zu gefallen, ohne von seinem göttlichen Wort genährt werden.“° Pfr. von Ars

Die Worte Jesu scheinen uns unerfüllbar, sie entsprechen so gar nicht unserem eigenen Empfinden von Gerechtigkeit. Und doch haben uns viele Heilige, besonders auch der Pfarrer von Ars, gezeigt, dass genau in diesem Gebot eine Kraft zu neuem Leben ist - nicht nur für andere, sondern auch für uns selbst, die wir uns eigentlich dadurch zunächst benachteiligt fühlen.

Wir hören die Weisungen, aber zu wenig die Anrede: euch, die ihr zuhört. Das bedeutet nicht nur die Aufforderung nun aufmerksam zu sein, um eine Mitteilung zu erhalten, sondern – so erklärt es uns der Pfarrer von Ars – vom göttlichen Wort genährt zu werden.

Wenn wir also zuhö

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6. Sonntag im Jahreskreis 17.02.2019 Lesejahr C

6. Sonntag im Jahreskreis 17.02.2019 Lesejahr C


„In jener Zeit stieg Jesus mit den Zwölf den Berg hinab…
Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes…
Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen.“ Lk 6,17.20.24

„Sehet die Könige, die Kaiser, die Großen der Erde an; sie sind sehr reich: sind sie zufrieden? Wenn sie den guten Gott lieben, ja; sonst aber nicht, sie sind nicht zufrieden.“ Pfr. von Ars°

Der Herr kommt vom Berg herab, auf dem er die ganze Nacht gebetet hat, um am Morgen seine zwölf Apostel  aus der Schar der Jünger auszuwählen.
Wenn der Herr herabkommt, dann um  unseretwillen,  um uns hinauf zuziehen zum Vater. Seine Worte richtet er an die Jünger, an die, die ihm nachfolgen, also heute  an uns.
Der Pfarrer von Ars hilft uns zu verstehen, wer die Armen sind, denen das Reich Gottes gehört. Das Kriterium ist nicht die materielle Armut, sondern die Liebe zu Gott und damit auch zum Nächsten. Auch die Reichen,

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5. Sonntag im Jahreskreis 10.02.2019 Lesejahr C

„In jener Zeit, als die Volksmenge Jesus bedrängte und das Wort Gottes hören wollte, stand er am See Gennesaret und sah  zwei Boote am See liegen... Jesus stieg in eines der Boote… Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus.“

Lk 5, 1-3

„Je mehr man ihn hörte, umso mehr wollte man ihn hören und man kam immer mit Liebe unter seine Kanzel zurück  als dem Ort, wo man das Schöne und das Wahre gefunden hat. Nichts Geringeres ließ sich daraus erkennen, als  dass der Pfarrer von Ars voll des Heiligen Geistes Gottes war, der allein größer ist als unser Herz… Der heilige Pfarrer hatte keine  andere Vorbereitung als  seinen ununterbrochenen Verkehr mit Gott.“ °

Wir können es uns gar nicht vorstellen, dass Menschen sich heute um die Verkünder des Evangeliums drängen würden, so wie sie sich damals um Jesus gedrängt haben. Es scheint alles bekannt und damit abgehakt zu sein, was das Evangelium uns sagt.

                Jesus entfernt s

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4. Sonntag Im Jahreskreis 3.02.2019 Lesejahr C

„Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg.“ Lk4,29f

„Man betet eilig … erfüllt von Stolz und Gehässigkeit… Aber die Heiligen haben es nicht so gemacht. Und so wurden sie  nicht mehr von der Erde festgehalten.“

Pfr. von Ars °

Der erste Auftritt von Jesus war nach anfänglicher Begeisterung  ein großer Eklat und ist wie eine Vorschau des öffentlichen Lebens des Herrn auf dieser Welt.

Der Herr, der gekommen ist, um den Menschen das Tor zum Paradies wieder zu öffnen, stört und soll so schnell wie möglich beseitigt werden.

Der Herr diskutiert nicht, versucht nicht zu überzeugen, sondern geht weg.

 „Herr bleib doch bei uns trotz unserer Halsstarrigkeit und Hartherzigkeit!“  So möchten wir Ihm am liebsten nachrufen. Aber Er geht weg…

Der Pfarrer von Ars zeigt uns, wo

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3. Sonntag im Jahreskreis 27.01.2019 Lesejahr C

„Schon viele haben es unternommen, eine Erzählung über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns erfüllt haben. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren.“ Lk 4,1

„Wer das Wort Gottes mit dem echten Wunsche, es sich nutzbar zu machen, anhört, ist Gott wohlgefälliger als derjenige, der ihn in der heiligen Kommunion empfängt.“

Pfr. von Ars°

Die Bedeutung des Wortes Gottes hat der Pfarrer von Ars in einer prophetischen Weise so gesehen, wie sie in der katholischen Kirche erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil  allgemein erkannt wurde.

Wenn nach Johannes im Anfang das Wort war und das Wort bei Gott war und  das Wort Gott war, dann wird ganz offenkundig, welchen Stellenwert das Wort hat. In ihm begegnen wir dem lebendigen Gott.

Im Wort, etwas in unserer Welt ganz Flüchtigem, Verklingendem, das schnell überhört und vergessen werden kann,  offenbart sich Gott selbst. Wie

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2. Sonntag im Jahreskreis 20.01.2019 Lesejahr C

„Dieser kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es.“ Joh 2,9

„Vom Morgen an sagt ihm: ‚Mein Gott, ich schenke dir meine Gedanken, meine Wünsche, meine Worte und meine Taten; alles für dich, oh mein Gott!“ Pfr. von Ars°

Der für das Hochzeitsmahl Verantwortliche hatte sicher Erfahrung und  guten Überblick für alle notwendigen Vorbereitungen zum Gelingen eines großen Festes.
Und doch gab es eine Riesenpanne, für die er keine Lösung hatte.
Die Hilfe kam völlig unerwartet und für ihn unbemerkt.
Übersehen wir nicht doch auch oft das Wesentliche bei all unserem Aktionismus, Perfektionismus trotz guter Logistik?
Es wäre zu einfach nur auf die Notwendigkeit hinzuweisen, auf den Herrn zu hören. Wir haben doch schon so oft die Erfahrung gemacht, dass wir seinen Willen erkennen wollen und ihn doch nicht leicht erkennen.

Maria bewahrte alle Worte in

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Taufe des Herrn 13.01.2019, Lesejahr C

„In jener Zeit war das Volk voll Erwartung und alle überlegten im Herzen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Christus sei.“ Lk 3, 15

„Wir werden ihn sehen, wir werden ihn sehen!… Oh meine Brüder! Habt ihr schon jemals daran gedacht? Wir werden Gott sehen! Wir werden ihn voll Güte sehen! Wir werden ihn sehen, wie er ist… von Angesicht zu Angesicht!… Wir werden ihn sehen! Wir werden ihn sehen!!!  (Und während einer Viertelstunde hörte er nicht auf zu weinen und zu wiederholen: Wir werden ihn sehen! Wir werden in sehen!)“

Pfr. von Ars°

Erwartung!? Kennen wir das wirklich noch, auf den Herrn warten?

Das Volk wartete damals auf Christus, auf den Messias. Heute scheint es, dass wir alles kennen. Worauf sollten wir warten?  So vieles hat uns enttäuscht in der Kirche, im eigenen Leben, ja wir dürfen es sagen, auch im Umgang mit Gott.

Enttäuschung kann aber  auch ein Neuanfang sein. Wir haben unsere eigenen Ideen, die so nicht in Erfüllung ge

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Erscheinung des Herrn 6.01.2019, Sonntag ,Lesejahr C

„Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihn zu huldigen.“  Mt 2,2

„Gott besitzen, das ist das Glück allen Glücks… Dieses Glück lässt alles andere vergessen.“ Pfr. von Ars °

Welche Sehnsucht muss das Herz der Sterndeuter aus dem Osten bewegt haben, um sich auf eine so lange, beschwerliche Reise mit ungewissem Ausgang einzulassen!  Woher wussten sie, dass dieser Stern die Geburt des Königs der Juden anzeigt? Warum wollten sie gerade diesem König huldigen?

Auch ohne Antwort auf diese Fragen sind die Drei Weisen aus dem Morgenland ein Bild tiefster menschlicher Sehnsucht nach Gott, die vom Herrn selbst in das Herz eingepflanzt wurde. Bei all den Versuchen, das Glück zu erleben, bleibt auf der Erde immer noch die Sehnsucht nach dem Absoluten, nach dem Eintauchen in das Glück allen Glücks,  das nie endet.

Der Pfarrer von Ars hat dieses Glück in der Liebe zu Gott in einer solchen In

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