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24. Sonntag Im Jahreskreis 16.09.2018

„Er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen. Und er redete ganz offen darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und macht ihm Vorwürfe. Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ Mk 8,31ff

„Wenn wir acht Tage im Himmel verbringen könnten, verstünden wir den Wert dieses Augenblicks des Leidens. Wir fänden kein Kreuz schwer genug, keine Prüfung bitter genug…“ Pfr. von Ars

Die Schärfe der Reaktion Jesu gegenüber Petrus ist im Umgang mit seinen Aposteln ungewöhnlich, ja geradezu erschreckend. Es geht bei Tod und Auferstehung um die zentrale Sendung des Herrn zu Befreiung der Welt von Tod und Sünde und Satan. Mit menschlichem Denken können wir den Zusammenhang von Leid und Erlösung nicht erfassen. Wenn wir Leid begegnen, so setzen wir alles daran, dies zu verhindern oder wenigstens z

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23. Sonntag im Jahreskreis 9.09.2018

„ Er nahm ihn  (den Taubstummen) beiseite, von der Menge weg, legt ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel; dann blickte er zum Himmel auf,“   Mk 7,33f

„Gott spricht in der Einsamkeit.“  Pfr. von Ars °

Wenn der Herr heilt, geht es nicht im Wesentlichen um Gesundheit des Leibes, sondern um Heilung der Seele. Die körperliche Heilung kommt nur einem Menschen zugute, die Heilung der Seele öffnet auch Anderen  die Wege zum Heil.

Bei Markus heißt es ausdrücklich, dass eine Menge den Taubstummen zu Jesus brachte. Aber der Herr heilt ihn nicht inmitten der Menge, sondern nimmt ihn beiseite zu einer persönlichen Begegnung.  Wie viele Stimmen hören wir und wie vieles Negative wird gesprochen!  Und alles dringt in unsere Seele und vieles davon hat die Macht, uns vom Herrn wegzuziehen.   

Es lohnt sich, auf die Gesten Jesu genau zu schauen.  Er wirkt abseits von der Menge, entzieht also den Taubstummen dem Stimmengewi

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22. Sonntag Im Jahreskreis 2.09.2018

„In jener Zeit hielten sich die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus auf…

Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?“ Mk 7, 1.5

“  Sag mir doch: „Wenn jemand euch irgendeine Mühe bereitet , ist es dann nicht so, dass ihr alle seine Taten untersucht, dass ihr sie beurteilt, dass ihr sie verurteilt, dass ihr alles auf seiner Seite zum Schlechten dreht und glaubt, immer recht zu haben…

So seht ihr,  dass ihr überhaupt keine Liebe habt; denn mit der Liebe würdet ihr anders denken.“ Pfr. von Ars °

Jesus hatte seine Jünger berufen, damit sie bei ihm seien. In Seiner Nähe sollten Sie das Reich Gottes erfahren und in die Welt hinaus tragen.

Nun kommen die Pharisäer und einige Schriftgelehrte aus Jerusalem zu Jesus, um sich bei ihm aufzuhalten. Ihre Intention ist jedoch nicht, sich der Liebe Gottes zu öffnen und weiterzutragen, sondern

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21. Sonntag im Jahreskreis 26.08.2018

„Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?“ Joh 6,66f

Er (d.h. der Pfarrer von Ars) hatte diesen Glaubensmut, der vor nichts  zurückwich, was den Stolz des menschlichen Verstandes umstürzen und die Gottlosen schockieren könnte. „Die Sonne, sagte er, versteckt sich nicht aus Angst, die Eulen zu stören.“ °1

Das Wort des Pfarrers von Ars über die Sonne, die sich vor den Eulen nicht versteckt, scheint  zunächst arrogant zu klingen. Aber eigentlich ist diese Aussage eine Kurzzusammenfassung des ganzen geistlichen Lebens des Saint Curé. Er hat in seiner priesterlichen Erfahrung teilgenommen an der abgrundtiefen Einsamkeit Jesu Christi, der von der jubelnden Menge und eben auch von seinen Jüngern nicht verstanden wurde bis zur Einsamkeit im Tod am Kreuz.

Auch uns trifft immer wieder dieses Wort: Wollt auch ihr weggehen? Ja und wir gehen weg, wenn wir uns der Radik

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20. Sonntag im Jahreskreis 19.08.2018

„Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herab gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“  Joh 6, 51

„Der gute Gott, der sich  in diesem Sakrament seiner Liebe uns ganz geben wollte, hat uns ein weites und großes Verlangen geschenkt, dass ER ALLEIN zufriedenstellen kann.  Neben diesem schönen Sakrament sind wir wie eine Person die vor Durst am Ufer eines Flusses stirbt (sie müsste doch nur den Kopf beugen), wie eine Person, die neben einem Schatz arm bleibt  (sie müsste nur die Hand danach ausstrecken).“  Pfr. von  Ars°

Aus dem Paradies wurde der Mensch nach dem Sündenfall vertrieben, damit er nach dem verbotenen Genuss vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse nicht seine Hand ausstreckt, um auch noch vom Baum des Lebens zu nehmen, davon zu essen und ewig zu leben (Gen 3,22).

Der Pfarrer von Ars hat die heilige Eucharistie als den Weg des Lebens, den Weg zu Gott, den Weg der Vereinigung mit dem Herrn sein Leben lang für sich

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19. Sonntag im Jahreskreis 12.08.2018

„In jener Zeit murrten die Juden gegen Jesus, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist... Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht!“

Joh  6,41.43

„Ein guter Christ beklagt sich niemals.“ °

Auf dem Weg durch die Wüste murrten die Israeliten immer wieder gegen Mose, weil sie kein Wasser, kein Brot und kein Fleisch hatten.  Mose weist sie zurecht:  „Nicht uns galt euer Murren, sondern dem HERRN“ (Ex 16,8).

Murren ist also im tiefsten eine Revolte gegen den Willen Gottes, wenn auch nur leise geäußert oder sogar nur in Gedanken.  Murren ist ansteckend, da die ganze Umgebung darin einstimmt, wenn nur einer oder wenige damit angefangen haben.

Der Mensch drückt vordergründig  auf diese Weise seine Unzufriedenheit aus mit der jeweiligen Situation, mit den Lebensumständen, aber eigentlich mit den Plänen Gottes in seinem Leben.

Gott nimmt in seiner Barmherzigkeit jedoch immer wieder auf die Unzulänglichkeit des Menschen R

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18. Sonntag im Jahreskreis 5.08.2018

„Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen?“  Joh 6, 25

„Der Kommunionempfänger verliert sich in Gott wie ein Wassertropfen im Meer. Man kann sie nicht mehr trennen. Wenn man daran denken würde, müsste man sich in diesem Abgrund der Liebe auf ewig verlieren.“ °

Die Leute hatten nach der Brotvermehrung nur gesehen, dass die Jünger allein in ein Boot gestiegen waren ohne den Herrn. Und nun war er schon vor ihnen am anderen Ufer des Sees angekommen.

Sie konnten natürlich nicht wissen, dass er bei heftigem Sturm über den See gegangen ist und dann in das Boot der Jünger eingestiegen ist, das sofort an Land war.

Aber für die Jünger war dies ein Zeichen, dass das Ziel auch bei großen Widrigkeiten, ja gerade auch unter unmöglichen Bedingungen mit Jesus schnell zu erreichen ist. Jesus hat seine Jünger allmählich an das Geheimnis der Eucharistie hingeführt, eben auch durch die Zeichen, die sie

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17. Sonntag im Jahreskreis 29.07.2018

„Jesus sagte: lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras.“ Joh 6,10

„Seine Lieblingsplätzchen (des Kindes Jean-Marie) waren die heimischen Wiesengelände, die sich grün über die Hügel hinwellten zur Pré-Cusin, dem Eichengrund und dem Amsel-Lied-Grund. Hier lagen die Weideplätze des Hofes… Johannes – Maria liebte diesen Erdenwinkel. Lebenslang ging sein Erinnern  zu ihm zurück.“ °

Kein Wort steht zufällig in der Heiligen Schrift, sondern ist immer auch Botschaft des Herrn für uns. Für ein Volk der Hirten wie das der Israeliten sind Wiesen lebensnotwendig.  So deutet schon dieser kleine Hinweis auf den Ort mit viel Gras auf eine Fülle der Gnaden, die der Herr schenkt.

Auch der kleine Jean-Marie war Hirte und liebte die Wiesen. Von dem Überfluss in der Natur war es für ihn ein Leichtes auf den Überfluss der Gnade Gottes im übernatürlichen Leben zu schauen, die der Herr seinem Volk durch den Hirtendienst der Priester schenken will. Fü

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16. Sonntag im Jahreskreis 22.07.2018

„Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus… Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.“ Mk 6,30.34

„Oh, wenn ich gewusst hätte, was es heißt, Priester zu sein, ich hätte mich unverzüglich ohne Bedenken in ein Trappistenkloster geflüchtet.“ Worauf ihm eine Stimme aus der Menge antwortete: „Mein Gott, wie schade wäre das gewesen!“ Dieser Herzensschrei war für unseren Heiligen eine Ermunterung und eine Lehre. °

Die Einladung Jesu, mit ihm an einen einsamen Ort  zu gehen und sich auszuruhen hören wir gerne. Aber die erhoffte Ruhe bekamen der Herr und seine Apostel vorerst nicht, weil der geistliche Hunger der  Menschen groß war und das Mitleid des Herrn mit den Menschen über das Bedürfnis nach Ruhe siegte.

Beim Pfarrer von Ars war die Situation ein ganzes Leben lang ähnlich. Er sehnt sich nach Einsamkeit und Ruhe, u

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15 .Sonntag im Jahreskreis 15.07.2018

„.. er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.“ Mk 6,8

„Ich bin nie etwas wert gewesen.“

„Es gibt nichts in mir, auf das ich mich stützen könnte“° Pfr. von Ars

Es wäre eigentlich ein Leichtes, wieder einmal in die Kritik am Reichtum der Kirche einzustimmen und hier einen der Gründe für die Schwäche des Glaubens zu sehen.

Der Blick auf den Pfarrer von Ars schiene diesem Gedanken noch zusätzlich Gewicht zu verleihen, da er in Armut gelebt hat. Aber ist das wirklich so einfach?

Um endlich in Latein erfolgreicher zu sein und so doch Priester werden  zu können, ist Jean-Marie Vianney  bettelnd  zum hl. Jean-Francois Régis nach Lalouvesc gepilgert und dabei gescheitert, da er statt der nötigen Gaben überall nur Abweisung  erhielt.. Auf Weisung des Beichtvaters hat er am Rückweg Geld für das notwendig

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14. Sonntag im Jahreskreis 8.07.2018

„Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab.“  Mk 6,3

‚Zehn lange Jahre, „zehn Jahre des Elends“, empfand Katharina Lassagne, seine spätere glühende Bewunderin, „ihm gegenüber ebenso viel Furcht wie Verehrung. Sie ging sogar so weit, Gott um die Entfernung dieses Priesters zu bitten, dessen Leitung sie unausstehlich fand“. Er wollte sie eben vollkommen sehen und ließ deshalb keine Schwäche hingehen.‘ °

Ablehnung ist eine äußerst schmerzliche Erfahrung. Gott hat uns angenommen. Dieses Angenommen-Sein ist  tief in unserem Innersten verwurzelt,  so dass jegliche Ablehnung als Bruch empfunden wird.

Die Menschen der Heimatstadt staunten über die Weisheit Jesu und lehnten ihn trotzdem ab. Das Thema der Lehre Jesu hat Markus gleich im ersten Kapitel zusammengefasst: „das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium“. (Mk 1,15)

Der Pfarrer von Ars hat in den ersten zehn Jahren seines Wirkens sehr viel über die Hölle gepredigt, aber

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13. Sonntag im Jahreskreis 1.07.2018

„Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute gerieten außer sich vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe davon etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.“ Mk 5,41ff

„Ich habe gute Lust, der heiligen Philomena jedes Wunderwirken an den Leibern zu verbieten“, sagte er eines Tages.“ Sie muss vor allem die Seelen heilen. Der arme Kadaver, der verfallen wird, bedeutet nicht viel.“ °Pfr. von Ars

Wünschen wir uns nicht manchmal, auch wenn wir es nicht zugeben, ganz im Geheimen, doch auch ein kleines Wunder zu sehen, um so Gottes Wirken konkret erfahren zu können. Das Außergewöhnliche ist anziehend und stärkt vermeintlich den Glauben. Wie viele hatten die Zeichen Jesu gesehen und doch in den Chor des „Kreuzige ihn“  eingestimmt. Lassen wir uns also n

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Geburt des hl. Johannes des Täufers, Hochfest , 24.06.2018 (12. Sonntag im Jahreskreis)

„Das Kind wuchs heran und sein Geist wurde stark. Und Johannes lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er den Auftrag erhielt, in Israel aufzutreten.“ Lk 1,80

„Er ist 41 Jahre lang stets gegen seinen Willen in der Pfarrei Ars geblieben.“ „Seit dem elften Lebensjahr“, vertraute er selber einmal im Jahre 1843 dem Grafen de Garets an, „bitte ich Gott, doch in der Einsamkeit leben zu dürfen. Mein Flehen ist nie erhört worden!“ °

Johannes der Täufer, das große Vorbild des hl. Pfarrers von Ars, hat dem Herrn den Weg bereitet. Das Wirken der Heiligen ist mit ihrem Tod nicht zu Ende, sondern geht weiter. Und so will Johannes der Täufer heute auch uns helfen, den Weg dem Herrn in unseren Herzen und damit auch in unserer Umgebung zu bereiten, so wie er dem Saint Curé in seinem Dienst beigestanden h.

Johannes wurde in einen Dienst gerufen, den es sich nicht selbst ausgesucht hat. Dies gilt auch für Jean  Vianney. Wenn wir uns fragen, wie wir den Willen des

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11.Sonntag im Jahreskreis 17.06.2018

„Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht… Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.“ Mk 4,26ff

„Im Jahre 1830 rief der selige Vianney,  nachdem er erfahren, daß man an einigen Orten Frankreichs die Kreuze umgeworfen hatte, mitten in seinem Unterricht, überwältigt von einem heiligen Unwillen, der sich auch allen seinen Zuhörern sogleich in hohem Maße mitteilte, aus: O mögen sie doch thun, was sie immer wollen! Das Kreuz ist und bleibt stärker als sie; für immer vermögen sie es nicht umzustürzen!...“°

Neuevangelisierung, Weitergabe des Glaubens sind zentrale Themen in unserer Kirche, oftmals mit viel pessimistischem Jammern verbunden, da sich doch nicht viel  Wesentliches trotz aller Bemühungen zu bewegen scheint.

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10. Sonntag im Jahreskreis 10.06.2018

„Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter“

 Mk 3,20-35

„Es gibt nicht zwei Arten, unserem Herrn zu dienen. Es gibt nur eine: ihm zu dienen, wie er will, dass ihm gedient werde.“ Pfr. von Ars°

Das Bestreben des Pfarrers von Ars  war zentral davon bestimmt, den Willen Gottes zu tun. So hat er die Nachfolge Jesu Christi verstanden.

Auch uns  stellt sich immer wieder neu die Frage, wie denn Gottes Wille ganz konkret zu erkennen und zu erfüllen ist.

Wenn wir auf Jesus Christus schauen, so erkennen wir von Beginn seines Lebens an das Wirken des Widersachers mit dem Bestreben, ihn zu bekämpfen, zu vernichten. Wie muss es ihn im Herzen getroffen haben, wenn Menschen sagten, er sei von einem unreinen Geist besessen und selbst seine Angehörigen der Meinung waren, dass er von Sinnen sei.

Auch der Pfarrer von Ars hatte große Widersacher in seiner eigenen Gemeinde, die ihm schwere Fehltritte unterstellten, abe

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9. Sonntag im Jahreskreis 3.06.2018

„Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz…“ Mk 2,4f

„Wir sehen noch andere, die allen Übungen, die ihnen die Frömmigkeit gebietet, eifrig nachkommen, die sich ein Gewissen daraus machen, wenn sie mal einige Gebete auslassen, die sie regelmäßig verrichten… Aber wegen einer Kleinigkeit murren sie und werden ungeduldig. Ein Wort, das nicht so gesagt worden ist, wie sie es möchten, erzeugte in ihnen Herzenskälte.… Geh, du armer Heuchler, geh und bekehre dich! Dann erst nimmt Zuflucht zu den Sakramenten, denn in deinem jetzigen Zustand entweihst du sie, ohne es zu wissen, mit deiner falsch verstandenen Frömmigkeit.“ Pfr. von Ars°

Wir sind es gewohnt, Jesus Christus als die große Liebe Gottes zu sehen, der uns immer voll Liebe anschaut,  einlädt,  auf uns wartet. Heute aber sehen wir sein Gesicht voll Zorn

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Dreifaltigkeitssonntag 27.05.2018

„Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“  Mt 28, 18ff

„Wenn ihr euch eurem Glauben entsprechend verhalten würdet, wäre er imstande, alle anderen Völker zu euch hinüber zu ziehen, so schön und tröstlich ist er und er verspricht euch so viele Güter für das andere Leben.“°  Pfr. von Ars

Papst Franziskus wird nicht müde, den missionarischen Auftrag der Kirche zu betonen und immer wieder alle Gläubigen ohne Ausnahme einzuladen, sich dieses Anliegen zu eigen zu machen.  Dieser Auftrag der Kirche war in den letzten Jahrzehnten verdunkelt, da Dialog und Toleranz  im Gegensatz zur Mission gesehen wurden. Aber widersprechen sich eigentlich Toleranz und Missionsauftrag?

Viel zu lange sah man den Mis

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Pfingsten 20.05.2018

„Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.“ Joh15,26

„Es handelt sich also darum, zu wissen, wer uns führt. Wenn es nicht der Heilige Geist ist, können wir noch so Schönes tun, es ist darin kein Wesenskern und kein Gehalt. Wenn es aber der Heilige Geist ist, haben alle unsere Handlungen einen süßen Kern… Man könnte hier vor Freude sterben!“ Pfr. von Ars°

Die Frage nach der Wahrheit wird heute selten gestellt  in der Annahme, dass man die Wahrheit eigentlich nicht wissen kann. Wahrheit ist aber zutiefst keine Philosophie und kein Wissen, sondern eine Person: Jesus Christus, der uns in das Geheimnis des dreifaltigen Gottes mit hineinnehmen möchte.

Im Johannes- Evangelium zum Pfingstfest leuchtet das Mysterium der Allerheiligsten Dreifaltigkeit auf. Der Heilige Geist, der Beistand, ist der Geist der Wahrheit. Er geht vom Vater aus, wird von Jesus

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7. Sonntag der Osterzeit 13.05.2018

„Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir.“ Joh 17,11b

„Wir sind in der Welt, aber wir sind nicht von der Welt, den täglich beten wir: „Vater unser, der du bist im Himmel“… Deshalb müssen wir auf unsere Belohnung warten, bis wir einmal „daheim“ sein werden, im himmlischen Vaterhaus.“  Pfr. von Ars °

Täglich beten wir das Vaterunser mit einer solch großen Selbstverständlichkeit, dass uns die Größe dieses Geschenks der Gnade gar nicht mehr bewusst wird. Als Geschöpfe Gottes, die alles empfangen haben, dürfen wir seit der Taufe  Gott unseren Vater nennen.

Der Pfarrer von Ars wird nicht müde, auf die Zärtlichkeit unseres Vaters im Himmel hinzuweisen. Nicht irdische Enttäuschungen  durch den eigenen Vater dürfen das Vaterbild Gottes prägen, sondern das Wort Jesu Christi allein.

Wenn wir auch unseren Vater im Himmel oft  nicht verstehen, so beim Blick auf das Kreuz Christi und auf die viele

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6.Sonntag der Osterzeit 6.05.2018

„Dies trage ich euch auf: Liebt einander!“ Joh 15, 17

„Ich habe hier gedacht“, gestand er mir, der Heiland habe sein Kreuz gerade während dieser heiligen Tage getragen. Ich kann es wahrhaftig auch noch tun.“

 ° Pfr. von Ars

Von 1845 bis 1853 war Abbé Raymond dem Pfarrer von Ars von seinem Bischof Devie zur Seite gegeben zur seiner Entlastung.  Raymond, der als Hilfspriester eingesetzt war, betrachtete sich jedoch vielmehr als Vorgesetzten. Er war 20 Jahre jünger als der Pfarrer von Ars, der ihm auch den Aufenthalt im Seminar finanziert hatte. Er behandelte Jean-Marie Vianney so schlecht, dass die Pfarrangehörigen sich oft dagegen zur Wehr gesetzt haben, um ihren guten Pfarrer zu schützen, der jedoch immer seinen Mitarbeiter verteidigt hat.

Auf Dauer war die Behandlung jedoch so schlecht, dass der Pfarrer seinem Sakristan erlaubte, den Bischof schriftlich um Versetzung von Abbé Raymond zu bitten. Bevor jedoch der Brief noch abgeschickt werden kon

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5. Sonntag der Osterzeit 29.04.2018

„Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt… Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch.“ Joh15,2;4

„ Als ihm eines Tages in seinem kleinen Hof die schlimmsten Beschimpfungen gesagt wurden, blieb er äußerlich ruhig;… Dann ging er in sein Zimmer hinauf und warf sich für einen Augenblick auf sein Bett. Die Reaktion muss heftig gewesen sein: innerhalb einiger Augenblicke war er mit einem Ausschlag bedeckt.“ °

Der Pfarrer von Ars zeigt uns, auf welche Weise auch wir Frucht bringen können, die Jesus von uns möchte. Es geht hier nicht um etwas Beliebiges, zu dem wir uns entschließen könnten oder nicht, sondern um etwas ganz Zentrales. Wer keine Frucht bringt, wird abgeschnitten. Nicht auszudenken, was das bedeutet!

Frucht bringen und Gereinigt- werden gehören zusammen und dieses Gereinigt- werden kann äußerst schmerzlich sein, wie diese Episode aus dem Leben des Pfarr

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4. Sonntag der Osterzeit 22.04.2018

„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.“ Joh 10,14f

„Ein guter Hirte, ein Hirte nach dem Herzen Gottes, das ist der größte Schatz, den der liebe Gott einer Pfarrgemeinde gewähren kann und eine der kostbarsten Gaben göttlicher Barmherzigkeit.“ °

Die Kunst hat uns viele wunderbare Bilder des guten Hirten geschenkt, damit aber auch unseren Blick auf Jesus Christus allein gerichtet. Der Herr aber lenkt unseren Blick auf den Vater. In seine Verbindung zum Vater nimmt er auch uns hinein. Die Aussage, dass die Seinen ihn kennen, wie der Vater ihn kennt und wie er den Vater kennt, ist eigentlich unfassbar. Wir kennen doch weder den Herrn noch den Vater ganz. Alle unsere Erkenntnisse können eigentlich nur die Oberfläche der Oberfläche erfassen bei unserer menschlichen Schwäche, Begrenztheit und Gebrochenheit. Und doch wollen wir das Wo

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3. Sonntag in der Osterzeit 15.04.2018

„Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.“ Lk 24,46f

„Wenn wir ein Kreuz sehen, sollen wir sagen: „So sehr hat Gott uns geliebt; so viel ist meine Seele wert; mein Gott wollte sterben, um sie zu retten.“…

„Immer“ dieses Wort wird das ewige Glück der Erwählten sein, und „niemals“ das Unglück der Verworfenen. Jeden Tag beginnt die Ewigkeit neu.“ °

Die Auferstehung Christi ist die existenzielle Schnittstelle der ganzen Menschheit und jedes einzelnen Menschen. Durch sie schenkt der Herr die Umkehr und die Vergebung der Sünden, um so mit Ihm in die ewige Herrlichkeit, in das Leben beim Vater eintreten zu können. Aber die Freiheit der Wahl bleibt bestehen, und zwar täglich. Der Heilige Pfarrer von Ars hat sein ganzes priesterliches Wirken unter d

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Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit, Weißer Sonntag 8.04.2018

„Am Abend des ersten Tages der Woche… kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!...

Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm:Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Joh 20,19; 28f

„Betet, dass mein Glaube und mein Friede andauern. Sie sind beide miteinander verbunden.“Pfarrer von Ars°

Wir glauben an die Auferstehung und sind doch so oft in Sorgen und Ängsten über das, was uns widerfährt, über das, was wir befürchten. Wir glauben, dass Jesus Christus der Sieger über Tod und Sünde ist, dass durch seinen Tod und seine Auferstehung auch all unser Leid im Licht der Ewigkeit Sinn hat und letztendlich dem Leben dient.

Und doch sind wir immer angefochten, fühlen uns im Stich gelassen, sind versucht, Gott zu misstrauen, ob Er denn wirklich Pläne des Heiles mit uns hat, gerade dann, wenn wir so viel Ungeheiltes um uns herum und in uns erleben.

Auch der Pfarrer von Ars kennt d

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Ostersonntag 1.04.2018

„Jesus sagte zu ihr: Frau, warum meinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du hingelegt hast. Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt  Meister.“ Joh20,15f

„Als er die Glocke das Zeichen geben hörte, der Herr, den er so oft und lange angebetet, komme jetzt zu seinem letzten Besuche, entquollen seinen Augen schweigsame Tränen. – Einige Stunden später flossen neue Tränen; es waren die letzten, die Thränen der Freude. Sie fielen auf das Kreuz seines Bischofs. Msgr. de Langalerie war auf die Nachricht von der sehr ernsten Lage seines theuern  Pfarrers sofort herbeigeeilt….In derselben Nacht, den 4. August 1859, morgens um zwei Uhr, entschlief ohne allen Todeskampf ruhig und gottselig Johannes Baptista Maria Vianney, der gefeierte Pfarrer von Ars, seinem Herrn…“ °

Eine Predigt über die Auf

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Palmsonntag 25.03.2018

„Warum lasst ihr sie nicht in Ruhe? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn die Armen habt ihr  immer bei euch, und ihr könnt ihnen Gutes tun, so oft ihr wollt; mich aber habt ihr nicht immer.“ Mk 14,6f

„Als Monsieur Vianney nach Ars kam, fand er die Kirche und alles, was den Gottesdienst betraf, in einem sehr schlechten Zustand… Sein Glück  war es, seine Kirche und die Stationsaltäre schön geschmückt zu sehen. Man kann sich eine Vorstellung von seiner Zufriedenheit machen, als der Graf von Ars, der in Paris wohnte, ihm schöne Messgewänder für seine Kirche schickte: einen Baldachin und reich bestickte Fahnen… In seiner Freude lud er die Pfarrangehörigen und die, die er  traf, ein: schaut euch …die schönen Sachen an, die man für den Guten Gott geschickt hat!“ °

Die Salbung Jesu mit echten,  kostbaren Nardenöl vor seinem Leiden durch eine Frau lässt uns gleichsam den Wohlgeruch erahnen, den der Tod Jesu in diese verpestete Welt gebracht hat. Wenn man ei

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5. Fastensonntag (Passionssonntag) 18.03.2018

„Und ich, wenn ich über der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ Joh 12,32

„Ein Gott, der auf die Erde kommt, um Opfer für unsere Sünden zu sein, ein Gott, der leidet, ein Gott, der stirbt, ein Gott, der alle Qualen aushält,  weil er die Last unserer Verbrechen tragen wollte. Unerforschliches Geheimnis: zu verstehen, dass wir ein Werk eines Gottes sind, das ist leicht; aber dass die Kreuzigung eines Gottes unser Werk sei! Das ist unbegreiflich.“°

Wie sehr möchten wir doch zum Herrn hingezogen werden, in sein heiligstes Herz hinein, in seine Liebe, in die Einigung mit Ihm, die niemals endet. Er ist allein der Weg, der uns im Heiligen Geist zum Vater führt. Aber der Pfarrer von Ars sieht  immer das Ganze, nicht nur die eine Seite, die wir uns ersehnen.

Der Weg in das Herz Jesu hinein ist die Teilnahme an Leiden, Schmerzen, Ausweglosigkeit, was unsere  menschliche Kraft weit übersteigt. Wir können nur niederfallen und anbeten im Vertrauen, dass

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4. Fastensonntag 11.3.2018

„Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet;“ Joh 3,17f

„Das Zeichen des Kreuzes ist die schrecklichste Waffe wider den Teufel. .. Wenn ein Christ in frommer Empfindung das Kreuzzeichen macht, das heißt, wenn er durchdrungen ist von dem, was er tut, dann erzittert die ganze Hölle… Oh mein Gott, welch heiliges Zittern würde uns durchdringen, wenn wir uns dabei erinnerten, dass wir das Heiligste aussprechen, was wir in unserer Religion haben!“ Pfr. von Ars°

Gerettet wird die ganze Welt durch das Kreuz Jesu Christi, das Heilszeichen für alle. „Seelen retten“, das war das Motiv des heiligen Jean-Marie Vianney, um Priester zu werden. Diesem Ziel hat er all seine Energie, Kraft, ja sein ganzes Leben gewidmet. Und er zeigt uns den Weg dorthin.

Wir alle tragen das Kreuz, wobei wir nicht nur an das denken, was uns aufgeladen wird wi

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3. Fastensonntag 4.3.2018

„Während er zum Paschafest in Jerusalem war, kamen viele zum Glauben an seinen Namen, als sie die Zeichen sahen, die er tat. Jesus aber traute sich ihnen nicht an, denn er kannte sie alle und brauchte von keinem ein Zeugnis über den Menschen; denn er wusste, was im Menschen ist.“ Joh 2,23ff

„Wir vergessen unsere Nichtigkeit und erbärmliche Schwäche… Eben war er (Petrus) bereit, für Gott zu sterben, und schon versichert er, er kenne ihn nicht, er wisse nicht, von wem die Leute reden. Um ihnen zu bekräftigen, dass er ihn nicht kenne, schwört er einen Eid. Mein Gott, zu was sind wir fähig, wenn wir uns selbst überlassen sind!“°

Wir haben uns schon so sehr an den Gedanken von Christi Leiden, Tod und Auferstehung gewöhnt, dass wir manchmal glauben, genug darüber zu wissen. Aber dieses Geheimnis kann niemand in der Tiefe vollkommen erfassen.

Das Evangelium des 3.Fastensonntags von der Tempelreinigung zeigt uns den tiefen Blick Jesu in das Herz des Menschen.

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2. Fastensonntag 25.02.2018

„Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus.“ Mk 9,8

„Wie die Jünger auf dem Thabor nur mehr Jesum allein sahen, so sehen auch die innerlichen Seelen auf dem Thabor ihres Herzens nur mehr unsern Herrn. Es sind zwei Freunde, die nie einander müde werden.“°  Pfr. von Ars

Könnten wir doch ebenso wie die Jünger auf dem Berg Tabor den Herrn nach seiner Verklärung allein sehen, noch ganz benommen und geblendet von dem Licht, das Ihn vorher umstrahlt hat. Aber dieses Licht erstrahlt nur aus der Erniedrigung des Herrn im Kreuzestod

Bei der Geburt des Herrn öffnete sich der Himmel über Jesus in seiner Erniedrigung. Das ewige Wort des Vaters ist hinabgestiegen und Mensch geworden. Er hat sich den letzten Platz in der Armut eines Stalles erwählt.

Bei der Taufe im Jordan, in der Jesus in die Abgründe  und Schuld des Menschen hinabstieg,  öffnete sich ebenfalls über Ihm der Himmel.

Der Abstieg ist geht immer tie

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1.Fastensonntag 18.02.2018

„In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt ...Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.“  Mk1,12f;15

„Die Versuchung ist ein Mittel, den Himmel zu gewinnen. Denn, welches Verdienst hätten wir schon, in der kurzen Zeit, die wir auf Erden zu bringen, wenn wir gar keine Versuchung verspürten?“ ° (1)

Das Evangelium des 1. Fastensonntages führt uns in das Zentrum christlichen Lebens, dessen Ziel es ist, den Weg zum Himmel zu gehen. Dieser Weg ist ohne Kampf,  ohne Anfechtung  nicht möglich.

Das ganze Leben des Pfarrers von Ars war ein Kampf gegen Satan, gegen den Bösen, um ihm die Seelen zu entreißen und die Menschen in den Himmel zu führen. Er selbst stand im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzung. Ihn wollte der  "Grappin" ° (2) als ersten haben, damit keine reiche Ernte für den Himmel eingebracht werden kann.

Je größer die Bekehrungen  tagsüber waren, ums

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6. Sonntag im Jahreskreis 11.02.2018

“ Wenn du willst, kannst du machen mich, dass ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: ich will es – werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein.“ Mk1 40 ff

„ Wir alle sind kleine Spiegel, in denen Gott sich betrachtet. Wie könnte sich aber Gott in einer unreinen Seele betrachten!“ °(1)

Von Reinheit der Seele zu sprechen ist heute schwierig, weil damit sofort Festlegungen und Verengungen allein auf die Sexualität verbunden werden. Aber nach den Worten des Herrn werden die, die rein sind im Herzen, Gott schauen (Mt 5,8).

Wenn also der Herr sich in unserer Seele betrachten möchte, wie der Pfarrer von Ars sagt, so ist das nur in einer reinen Seele möglich, d.h.in einer Seele, die vollkommen auf Gott hin ausgerichtet ist, Ihm den ersten Platz gibt und alle übrigen Beziehungen auf Gott hin ordnet. Wir erschrecken angesichts dieser Wirklichkeit.

Aber auch der Pfa

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5. Sonntag im Jahreskreis 4.02.2018

„In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.

Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie, und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.“ Mk 1,29ff

„Nun also,  meine Seele, du wirst mit Gott sprechen, mit ihm arbeiten, mit ihm gehen, mit ihm kämpfen und leiden. Du wirst arbeiten, aber er wird deine Arbeit segnen; du wirst gehen, aber er wird deine Schritte segnen; du wirst leiden, aber er wird deine Tränen segnen. Wie ist es groß, wertvoll und tröstlich, alles mit dem lieben Gott und unter seinen Augen zu tun und zu denken, dass er alles sieht, alles zählt!...“°

In der Schule Jesu sein, Jünger sein ist eigentlich ganz einfach. Jesus nimmt sie mit auf seine Wege und teilt ihr Leben. Keiner von den Jüngern bittet den Herrn um die Heilung der Schwiegermutter des Simon. Sie sprechen nur mit Jesus über sie, so wie wir im Alltag unsere Sorgen ein

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4. Sonntag im Jahreskreis 28.01.2018

„Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.“  Mk 1,22

„Unser Herr, der die Wahrheit selber ist, legt nicht weniger Wert auf sein Wort als auf seinen Leib…

Wer immer der Priester sei, er ist immer das Werkzeug, dessen sich der liebe Gott bedient, um sein Wort auszustreuen.“°

Lange vor dem II. Vatikanum hat der Pfarrer von Ars die Bedeutung des Wortes Gottes durch die Verkündigung des Priesters in großer Klarheit erkannt. Gott nährt uns durch sein Wort und durch seinen Leib. Beides schenkt Er durch sein Instrumentarium, dass er sich erwählt hat, den Priester.

Der Pfarrer von Ars war kein großartiger Prediger. Anfangs hat er Predigten abgeschrieben und auswendig gelernt. Er blieb bei der Predigt auch stecken  und musste beschämt die Kanzel wieder verlassen.  Und doch hat der berühmte Dominikanerpater Lacordaire aus Paris, wohl der beste Prediger

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3.Sonntag im Jahreskreis 21.01.2018

„Das sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm...

Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.“  Mk 1,17.20

„Das ändert aber nichts daran, dass Jean-Marie erschöpft ist: an Leib und Seele. Hier kommt die erste der Krisen von Ermutigung, Überdruss, Ohnmacht, die sein ganzes Leben kennzeichnen werden:  „Ich will wieder nach Hause zurückkehren“ sagt er zum  Pfarrer von Écully. Aber dieser weiß, wo vor seinen Schüler berühren kann: wenn du nach Hause zurückkehrst,    „adieu Priestertum, adieu ihr Seelen…“°

Den Ruf Jesu Christi zu hören zur engeren Nachfolge  im priesterlichen Dienst ist für mich als Frau, die ich nicht weiß, wie die Berufenen es selbst empfinden, eine so unglaubliche Gnade, deren Ausmaß wir nur erahnen können: der Herr will durch die Priester den Menschen d

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2. Sonntag im Jahreskreis 14.01.2018

„Sie sagten zu ihm: Rabbi – d.h. übersetzt: Meister –, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht!“ Joh 1,38f

„Ich war dabei, erzählt Marguerite Vianney, als mein Bruder zum ersten Mal die Kommunion empfing. Mein Bruder war so froh, dass er das Zimmer nicht verlassen wollte.“  Von dem Rosenkranz, der ihm an jenem Tag gegeben wurde, trennte er sich sein ganzes Leben lang nicht mehr. °

Eine Berufungsgeschichte, wie das Evangelium sie uns von den Aposteln erzählt, wird uns vom Pfarrer von Ars nicht berichtet. Und doch ist sie in ihm von frühester Kindheit an grundgelegt.  Seine Liebe zur Eucharistie seit der ersten hl. Kommunion hat ihn immer enger mit Jesus Christus verbunden.  Hilfe auf diesem Weg war ihm die Muttergottes, die durch das Rosenkranzgebet  ihn noch tiefer in die Einheit mit ihrem Sohn hineingeführt hat.

So konnte er im Inneren seines Herzens den Ruf des Herrn zum Priestertum wahrnehmen und trotz menschlich schier unüberwindlicher Hinder

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Erscheinung des Herrn 2018

„Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.“ Mt 2,11

„Ja, … ahmen wir die Weisen nach. Durch sie hat uns Gott den Glauben  vermittelt; in ihnen finden wir finden wir das Vorbild eines lebendigen, großmütigen und ausdauernden Glaubens. Eins in Geist und Herz mit den Heiligen Drei Königen, gehen wir … zu Jesus Christus und beten ihn als unseren Gott an, lieben ihn als unseren Retter, binden uns an ihn als unseren König. Schenken wir ihm den Weihrauch eines glühenden Gebetes, die Myrrhe eines Lebens der Buße und Abtötung, das Gold einer reinen Liebe; oder machen wir  ihm vielmehr wie die Weisen ein allumfassendes Opfer von allem, was wir haben und allem, was wir sind; Gott wird uns diesen kostbaren Schatz des Glaubens nicht nur bewahren, sondern ihn uns noch viel lebendiger zurückgeben  und durch

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